B – Börsenlexikon


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Bärenmarkt

Bärenmarkt

Ein Bärenmarkt (vgl. Baisse frz. "Rückgang" oder "Abnahme") herrscht vor, wenn die Kurse fallen. Der Markt ist "baerish". Börsenteilnehmer, die von sinkenden Kursen ausgehen und ihren Handel dementsprechend ausrichten, werden auch umgangssprachlich "Bären" genannt.

 

Bären hauen mit ihren Tatzen die Kurse nach unten. Das Gegenteil ist der Bullenmarkt. Bullen stoßen mit ihren Hörnern die Kurse nach oben (siehe Bullenmarkt).


Baisse

siehe "Bärenmarkt"


Behavioral Finance

Die "Behavioral Finance-Theorie" könnte man mit "verhaltensorientierter Finanzmarkttheorie" ins Deutsche übersetzen. Sie thematisiert insbesondere irrationales Anlegerverhalten, das auf viele psychologische Aspekte zurückzuführen ist.

 

Möchtest du mehr wissen? Gibt es hier.


Benchmark

Fonds beziehen sich u.a. auf eine Benchmark. Man spricht von einem Vergleichsmaßstab bzw. einer bestimmten Bewertungsmethode, um etwas über den Anlageerfolg herauszufinden. Indexfonds/ETFs haben einen Index, wie z.B. den DAX, als Vergleichsmaßstab, sprich Benchmark. Hier: "Läuft der Fonds besser, gleich oder schlechter als der DAX?"


Benjamin Graham

Benjamin Graham (USA, *1894 - †1976) ist als Begründer der fundamentalen Wertpapieranalyse in Bezug auf das Value-Investing bekannt geworden. Während seiner Lehrzeit in New York zählte der bekannte Investor Warren Edward Buffett zu seinen Studenten.


Bilanz

Bilanz

Eine Bilanz ("Waage") stellt die Aktiva-Seite (Mittelverwendung) der Passiva-Seite (Mittelherkunft) gegenüber. Zur Aktiva-Seite gehören sowohl langfristige Vermögenswerte (immaterielle Vermögenswerte, Firmenwerte, Sach- und Finanzanlagen) als auch kurzfristige Vermögenswerte (Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Zahlungsmittel).

 

Die Passiva-Seite listet lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten (Schulden) ebenso auf, wie das Eigenkapital (gezeichnetes Kapital, Konzernergebnis, Kapital- und Gewinnrücklagen).

 

Möchtest du mehr zur Bilanz wissen? Gibt es hier: "Aktienanalyse"


Bildzeitungsindikator

Die These des Bildzeitungsindikators besagt:

 

Steig aus dem Aktienmarkt aus, wenn die Bildzeitung auf der Titelseite positiv von Wertpapieren berichtet. Viele unerfahrene Anleger kommen nun mit hohen Erwartungshaltungen auf die Idee, zu investieren. Man hat die Angst, dass sich diese ebenso schnell und panikartig wieder aus dem Aktienmarkt verabschieden es kommt zu schnellen Kursrutschen nach anfänglicher Blasenbildung, sprich irrationalen Kurssteigerungen.

 

Dieses Phänomen wird auch "Dienstmädchen-" oder "Putzfrauenhausse" genannt.


Blase

Der Börsenwert eines Unternehmens ergibt sich über den Aktienkurs. Dieser Kurs kann um einiges höher sein, als der tatsächliche Wert (innere Wert) des Unternehmens. Zukunftserwartungen, Hoffnungen, fehlinterpretierte Informationen und das Mitschwimmen im Strom (Herdentrieb) können auf Grund stark gestiegener Nachfrage zu sehr hohen Kursen führen (alle wollen "dabei" sein).

 

Diese übertriebenen und schnellen Kurssteigerungen fallen in der Regel irgendwann auf ein normales Niveau zurück – oder darunter, oft durch einen Crash verursacht. Die Blase ist nun geplatzt. Blasen entstehen nicht nur bei Aktien, sondern beispielsweise auch bei Immobilien und anderen Gütern.

 

Falls es dich interessiert, kannst du unter der Rubrik "Blase & Crash" noch mehr lesen.


Blue Chips

Blue Chips

Unter den "Blue Chips" versteht man Aktiengesellschaften mit einem sehr hohen Börsenwert. Hierzu zählen in der Regel die größten, börsennotierten Unternehmen.

 

Der Börsenwert ergibt sich über die Marktkapitalisierung.

 

Der DAX (Deutscher Aktienindex) ist ein "Blue-Chip-Index" mit den fettesten, deutschen Bullen.

 

Der Dow Jones zählt ebenfalls zu den "Blue-Chip-Indizes".

 

Blue Chips werden auch "Standardwerte" oder "Large Caps" genannt.

 


Börse

Aufträge für z.B. Wertpapiere von Käufern/Verkäufern werden mittels eines Maklers an der Börse zusammengeführt. Die Kurse ergeben sich aus Angebot und Nachfrage. Die bekannteste deutsche Börse ist die Frankfurter Wertpapierbörse.


Börsenaufsicht

Börsenaufsicht

Bestimmte Regularien und transparente Börsenabläufe werden von den einzelnen Börsenaufsichten der jeweiligen Bundesländer überwacht.

 

Hierzu gehören auch Preisbildungsprozesse und der allgemein ordnungsgemäße Handel nach dem Börsengesetz (BörsG).


Börsencrash

siehe "Crash"


Börsengesetz

Das deutsche Börsengesetz (BörsenG) regelt den Betrieb bzw. Geschäftsverkehr an der Börse:

  • Aufsicht der Börsen
  • Errichtung einer neuer Börse
  • Marktmanipulation etc.

Börsenindex

siehe "Index"


Börsenmakler

Börsenmakler (vgl. Makler) handeln im Auftrag für andere oder für sich selbst. Der Handel wird unter anderem mit Wertpapieren wie Aktien vollzogen. Sie sind zur Neutralität zwischen Käufer- und Verkäuferpartei verpflichtet. Für die Vermittlung beider Parteien erhalten Börsenmakler eine Provision.


Börsenparkett

siehe "Parkett"


Börsenwert


Bruttoindex


Buchwert

Würde man alle Vermögenswerte eines Unternehmens verkaufen, so bliebe nach Tilgung der Schulden das Eigenkapital übrig. Man spricht auch vom "bilanziellen Buchwert" oder dem "Reinvermögen".

 

Hier findest du nähere Angaben: "Kurs-Buchwert-Verhältnis"


Buchwert je Aktie

Wenn man den Buchwert (siehe oben) durch die Aktienanzahl dividiert, erhält man den "Buchwert je Aktie".


Bullenmarkt

Bullenmarkt

Bullen gehen optimistisch von steigenden Kursen aus und richten ihre Handelsstrategie dementsprechend aus. Man spricht auch von einer "Hausse" (frz. für "Steigerung"), wenn der Markt "bullish" ist, sprich von Bullen dominiert wird.  Ein Markt der bullish ist, zeichnet sich dementsprechend durch Kurszuwächse aus. Bullen stoßen mit ihren Hörnern die Kurse nach oben, Bären hingegen schlagen sie mit ihren Tatzen nach unten (siehe Bärenmarkt).


Buy & Hold

"Kaufen und behalten" Der klassische "Buy & Hold-Anleger" ist langfristig orientiert und nicht an kurzfristigen Spekulationen und Gewinnmitnahmen interessiert. Die Aktien bleiben sehr lange im Depot, allgemeine Marktschwankungen bleiben meistens unberücksichtigt.

 

Der Vorteil dieser Strategie liegt u.a. bei den geringen Transaktionskosten.

 

Mehr erfährst du hier: "Buy & Hold"


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