E – Börsenlexikon


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EBIT

EBIT

Steuer- und Zinszahlungen werden beim EBIT (Earnings before Interest and Taxes) ausgeklammert. Zu Deutsch: "Gewinn vor Zinsen und Steuern"

 

Eine Aktiengesellschaft kann einerseits Zinsen aus Wertpapiergeschäften und Geldüberschüssen beziehen, andererseits auf Grund von Krediten zahlen. All diese Punkte sind fürs "EBIT" uninteressant.

 

Nun, du fragst dich vielleicht, welchen Sinn das hat. Ganz einfach: Du kannst nun überprüfen, wieviel Gewinn durch das tatsächliche Geschäft entstanden ist, ohne Verfälschung durch Kreditrückzahlungen, Steuerausgaben und Zinseinnahmen. Das EBIT wird auch "operatives Betriebsergebnis" genannt.

 

Schau doch mal hier vorbei: "Aktienanalyse"

 


EBIT-Marge

Bei der EBIT-Marge wird das EBIT (siehe oben) ins Verhältnis zum Umsatz gesetzt.

 

Rechnung:

  • (EBIT / Umsatz) * 100 = EBIT-Marge

Diese Kennzahl ist wichtig, da das EBIT alleine stehend zu wenig über die Ertragskraft eines Unternehmens aussagt, wenn wir nicht gleichzeitig die Umsätze kennen.

 

Möchtest du mehr wissen? Dann komm vorbei


EBITDA

Earnings before Interest and Taxes, Depreciation and Amortisation = Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf materielle (Fabriken, Fuhrpark) und immaterielle (Patente, Lizenzen) Vermögensgegenstände.

 

Hier erfährst du mehr zum EBITDA


EBT

Earnings before Taxes = Gewinn vor Steuern


Eigenkapital

Eigenkapital

Das Eigenkapital einer Aktiengesellschaft bezieht sich u.a. auf folgende Punkte:

  • Gezeichnetes Kapital (Aktien)
  • Gewinnrücklagen
  • Kapitalrücklagen etc.

Es geht also um den Vermögensanteil eines Unternehmens, der abzüglich aller Verbindlichkeiten (Schulden) zur Verfügung steht. Man spricht auch vom Buchwert des Unternehmens. Dem gegenüber steht das Fremdkapital.

 

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Eigenkapitalquote

Die Eigenkapitalquote ist eine prozentuale Angabe über das Eigenkapital eines Unternehmens.

 

Rechnung:

  •  (Eigenkapital / Bilanzsumme) * 100 = Eigenkapitalquote

 

Beispiel: Eine Aktiengesellschaft verfügt über 100 Millionen Euro Gesamtkapital. Das Fremdkapital, sprich die Schulden, betragen 52 Millionen Euro. Somit bleiben 48 Millionen Euro an Eigenkapital übrig.

 

(48 Millionen Euro : 100 Millionen Euro) * 100 = 48% Eigenkapital(quote)

 

Möchtest du mehr wissen? Bitte: Eigenkapitalquote


Emission

Ausgabe neuer Aktien. Junge Aktien werden "emittiert".


Ergebnis je Aktie

Der Jahresüberschuss bzw. Gewinn eines Unternehmens wird auf eine einzelne Aktie runtergerechnet.

 

Rechnung:

  • Jahresüberschuss / Anzahl der Aktien = Ergebnis je Aktie

"verwässertes" Ergebnis je Aktie

Wenn ein Unternehmen (neben den bereits herausgegebenen) neue Aktien an den Mann/die Frau bringt, so verteilt sich auch der Gewinn auf noch mehr Aktien - er wird "verwässert".

 

Beispiel:

  •  200 Euro Gewinn/100 Aktien = 2 Euro Gewinn je Aktie

Wir geben 25 weitere Aktien aus:

  • 200 Euro Gewinn/125 Aktien = 1,60 Euro verwässerter Gewinn je Aktie bzw. "Ergebnis je Aktie"

 


EURO STOXX 50

Hierbei handelt es sich um einen Index. 50 der größten, europäischen Aktiengesellschaften sind im EURO STOXX 50 integriert. Die Größe eines Unternehmens wird über die Marktkapitalisierung bestimmt.

 

Spricht man vom EURO STOXX 50, so meint man in der Regel den Kursindex, obwohl ebenfalls ein Performanceindex existiert.


EURO STOXX mid

Europäischer Mid-Caps-Index mit 100 Unternehmen; der Index leitet sich aus dem STOXX Europe 600 ab.


ETF - Exchange Traded Fund

Exchange Traded Fund = börsengehandelte Fonds. ETFs besitzen einen Börsenindex als Benchmark bzw. Vergleichsmaßstab. Beispiel: Eine Investmentgesellschaft investiert in alle 30 Aktien des DAX (Deutscher Aktienindex) und bildet somit den gesamten Index ab. Nun werden Anteile des Fonds in der Regel über die Börse vertrieben und wie Aktien gehandelt.

 

Vorteile von ETFs:

1. Transparenz und günstige Kostenstruktur.

2. Privatanleger können breit streuen. Sie partizipieren nun am Verlauf aller DAX-Unternehmen.

 

ETF-Varianten:

1. synthetischer oder Swap-ETF: Über Swap-Geschäfte wird die Rendite des zugrunde liegenden Index erreicht, der ETF besitzt einen Aktienkorb, der sich nicht auf den Vergleichsindex beziehen muss.

2. replizierender oder physischer ETF: Der ETF investiert in die Aktien des ihm zugrunde liegenden Index, somit besitzt er tatsächlich die Aktien, die seine Benchmark aufweist.

 

Beide Varianten können zusätzlich folgende Struktur aufweisen:

1. thesaurierend: Dividenden und Erträge werden im Fonds automatisch reinvestiert, es fließen keine Ausschüttungen auf das Konto des Investors.

2. ausschüttend: Hier werden Dividenden und Erträge, die der Fonds erwirtschaftet hat, anteilig an die Investoren ausgeschüttet.

 

ETFs sind passive Investments und werden nicht aktiv gemanagt. Hier geht es zu unserer ETF-Reihe.


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