T - Börsenlexikon


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TCO – Total Cost of Ownership

Die TCO, zu Deutsch "Gesamtkosten beim Anteilsbesitz", dient zur Bewertung von Aktienfonds/ETFs. Eine TCO von z.B. 0,50% berücksichtigt alle Fix- und vorher nicht absehbaren Kosten eines ETFs. Fixkosten setzen sich u.a. aus Verwaltungs-, Marketing- und Vertriebsgebühren zusammen. Hinzu kommen Kosten, die der ETF-Herausgeber nicht immer vorher benennen kann, wie z.B. Transaktionsgebühren für den Kauf und/oder Verkauf von Aktien etc.

 

Eine TCO von rückwirkend betrachtet 0,50% bedeutet, dass du bei Fondsanteilen über 2.000 Euro, Gebühren in Höhe von 10 Euro gezahlt hast. Desto größer der Beobachtungszeitraum eines ETFs ist, desto authentischer können diese Kosten für zukünftige Zeiträume geschätzt werden.

 

Die bekannten und reinen Fixkosten werden mit der TER beziffert (siehe weiter unten).

 

Wenn du mehr über Bewertungsgrundlagen eines ETFs wissen möchtest, schau doch bei unserer ETF-Reihe vorbei.


TecDAX

TecDAX

Der TecDAX integriert 30 der 35 größten Technologiewerte. Jedes Quartal wird erneut überprüft, ob es zwischen den 35 Unternehmen einen Wechsel gibt: "Wer kommt rein, wer fliegt raus?"

 

Diese Überprüfung bzw. Bewertung findet u.a. über die Marktkapitalisierung statt.

 

Der TecDAX gehört ebenso wie der MDAX und SDAX zu den Nebenwerte-Indizes. (DAX = Standardwert-Index)

 

Möchtest du etwas über Anlagen in Indizes wissen, dann schau dir unsere ETF-Reihe an.


Technische Analyse

Technische Analyse

Anhänger der "Technischen Analyse" versuchen aus Kursen der Vergangenheit eine zukünftige Entwicklung abzuleiten. Hierbei sind nicht die fundamentalen Unternehmensdaten von Relevanz, sondern historische Kursverläufe.

 

Der "Technische Analyst" ist i.d.R. auf der Suche nach Trendwechseln. Das bedeutet, dass er eine bestimmte Wahrscheinlichkeit in zukünftigen Kursverläufen prognostiziert, an denen sich eine gegenläufige Entwicklung abzeichnen könnte.

 

Einfacher: Es geht grade bergauf (Aufwärtstrend), an welchen Punkten könnte es wieder bergab gehen (und umgekehrt). An solchen prognostizierten Punkten entscheidet sich der Spekulant, ob er auf fallende oder steigende Kurse setzen möchte.

 

Man geht also davon aus, dass sich in der Vergangenheit beobachtete Kursmuster wiederholen könnten.

 

Wenn du mehr wissen möchtest, kannst du gerne Weiteres unter der Rubrik "Technische Analyse" nachlesen,

 


TER – Total Expense Ratio

Die TER, zu Deutsch "Gesamtkostenquote" gibt die laufenden Fixkosten eines Aktienfonds/ETFs an. Verwaltungs-, Marketing- und Vertriebsgebühren fließen in die Berechnung mit ein. Eine TER von z.B. 0,30% bedeutet, dass dieser prozentuale Wert auf den Tag heruntergerechnet von einem Fondsvermögen zu 1/365 abgezogen wird.

 

Einfach ausgedrückt: Ein Fonds hat eine TER von 0,30%, deine Fondsanteile haben beispielsweise einen durchschnittlichen Wert von 2.000 Euro. Somit hättest du im Jahr 0,30%, sprich 6,00 Euro, für deine Anteile an Gebühren bezahlt.

 

Die TER berücksichtigt allerdings nicht alle Kosten, siehe TCO (weiter oben).

 

Wenn du mehr über Bewertungsgrundlagen eines ETFs wissen möchtest, schau doch bei unserer ETF-Reihe vorbei.


Thesaurierer

Thesaurierer

Es handelt sich nicht, wie fälschlicherweise viele annehmen, um einen teetrinkenden Saurier, sprich einen Teesaurier! Im Detail geht es um die sogenannte Thesaurierung.

 

Bei thesaurierenden Fonds und ETFs werden u.a. die Dividenden von ausschüttenden Unternehmen einbehalten und automatisch im Fonds reinvestiert.


Total Return Index

Ein "Total Return Index" ist ein Performanceindex. Es werden alle Dividenden und Erträge als reinvestiert dargestellt und nicht abgezogen. Der DAX ist ein Total Return Index.

 

Man spricht auf von "Gross Return" (Bruttorendite wird reinvestiert).


Total Return Net Index

Bei Indexvarianten dieser Art werden die Dividenden und Erträge als reinvestiert berechnet und nicht abgezogen. Der Unterschied zu reinen Performanceindizes liegt bei der Bereinigung um die Abgeltungssteuer. Diese wird abgezogen, somit "net" für "netto".

 

siehe auch "Nettoindex"


Tracking Difference

Einfach ausgedrückt: Die Tracking Difference gibt an, um wieviel Prozent ein ETF schlechter oder besser gelaufen ist, als der Vergleichsindex.

 

Kosten, Gebühren, aber auch Einnahmen eines ETFs werden hier berücksichtigt. Desto dichter zusammen (oder sogar im positiven Bereich), desto besser.


Tracking Error

Tracking Error

Der Tracking Error bezieht sich auf die Schwankungsintensität eines ETFs. Beispiel: Der gelbe Kursverlauf ist der Dax. Grau und Grün symbolisieren jeweils einen ETF auf diesen Index.

 

Grau läuft dicht am DAX, ohne große Preisschwankungen, grün ist in beide Richtungen sprunghafter. Mal steht er weiter über, mal weiter unter dem DAX.

 

Der Tracking Error ist insbesondere dann von Interesse, wenn du Anteile kaufen oder verkaufen möchtest.


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