Investmentbücher


Der reichste Mann von Babylon

von George S. Clason*


Dieses 1926 erschienene Buch von George S. Clason thematisiert auf sehr verständliche Weise mit Geschichten wohlhabender Kaufleute Babylons, wie diese Stadt des Altertums durch ihr aufgeklärtes Wesen und unternehmerisches Wissen enormen Besitz erreichen konnte. Dabei lassen sich die Storys 1 : 1 auf unsere heutige Zeit übertragen. Die Gründe für Reichtum oder eben auch Armut sind ebenso facettenreich wie aktuell, denn der Mensch hat sich mit seinen Begierden, Ängsten und auch Schuldzuweisungen nicht wirklich in den letzten tausend Jahren weiterentwickelt.

 

Doch um genau dieses Thema geht es: „Entwicklung“ (auf persönlicher Ebene). Dich erwartet hier kein historischer Schinken, mit dem du deinen Geschichtslehrer beeindrucken könntest, dich erwarten viele kurze Geschichten von zum Teil einfachen Bürgern und (ehemaligen) Sklaven Babylons, die nach und nach ihre Perspektive und somit auch ihren Status wechseln konnten.



Müsste man das Buch in wenigen Worten zusammenfassen, so könnte man sagen: „Hör auf rumzuheulen, such nicht immer die Schuld bei den anderen und lebe nicht über deine Verhältnisse, der Reichtum kommt dann von ganz alleine!“ Ja, das klingt zugegebenermaßen sehr simpel (das ist es in der Regel auch), nur der Weg zu dieser einfachen „Formel“ kann einen vorerst unüberwindbaren Berg darstellen. Wie man diesen Berg etappenweise meistert, erzählen dir die Kaufleute Babylons – zumindest ausreichend, um erste Gedanken und neue Ideen in der Rübe des Lesers (vielleicht in deiner?) pflanzen zu können. Mithilfe des Buches kannst du auch der Frage nachgehen, inwieweit dich materielle Güter wirklich glücklich machen. Man sollte auch nie vergessen, was 1000 Euro die heute investiert werden, in 30 Jahren an Wert haben! Muss es wirklich der neue und geleaste GTI sein, der monatlich 300-400 Euro von deiner Kohle verschlingt? Muss es wirklich eine neue und hochwertige Einbauküche für viele tausend Euro sein, wenn du gerade deine erste Wohnung beziehst?


Natürlich geht es in „Der reichste Mann von Babylon“ nicht um den klassischen „Arme-Leute-Porsche“ oder Einbauküchen, sondern um Schmuck, Gold, Kamele und Kleider, doch das schmälert die Kernaussagen keineswegs.

 

Dieses Buch gehört in jede Hand, deren Besitzer zwischen Tränen und Hass auf seine missliche (finanzielle) Lage schimpft und jedem die Schuld dafür gibt, nur nicht sich selbst. Natürlich gehört es auch als Einsteigerbuch in jede Hand, deren Besitzer die Wichtigkeit finanzieller Bildung erkannt hat.

 

Ein großer Teil der Bevölkerung besitzt auf Grund von "überdimensionierten" Konsumgütern auch Schulden. Menschlich mag das verständlich sein, da jeder ein Stück vom Kuchen abhaben und einen riesigen Flatscreen besitzen will. Dass solche Kuchenstücke (verknüpft mit Schulden) jemals zu mehr langfristigem Glücksgefühl geführt haben, konnte tatsächlich noch nie beobachtet, geschweige denn bewiesen werden. Hier setzt das Buch an.

 

Natürlich kann nicht jeder (beispielsweise) 25 Euro im Monat sparen bzw. investieren, diese Behauptung wäre anmaßend. Wenn man allerdings 25 Euro/monatlich in Zigaretten, Kneipentouren, irgendwelche Abos oder in den neuen Flatscreen umrechnet, erscheint es doch nicht mehr so viel. Das Buch hilft, das eigene Mindset anzupassen und einige finanzielle Kleinigkeiten in seinem Leben zu überdenken. Mehr nicht, aber auch nicht weniger. Fix wegzulesen, einfach und verständlich geschrieben, für jedermann geeignet – Standardwerk für den Einstieg! [208 Seiten]



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