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EBIT – earnings before interest and taxes

Inhalt

  • EBIT was bedeutet "Zinsen und Steuern" in diesem Kontext?
  • Berechnung der EBIT-Marge am Beispiel von Apple und Microsoft.

Der Bär hat gut gewirtschaftet, zumindest, wenn wir Zinsen und Steuern unberücksichtigt lassen!

EBIT

EBIT = "Earnings before interest and taxes", zu Deutsch: Gewinn vor Zinsen und Steuern.

 

oder: "Wir berücksichtigen nicht, wie viel Steuern und Zinsen (z.B. zur Kredittilgung) das Unternehmen von seinen Gewinnen zahlen muss."

 

Grund: Wir wollen das "echte Betriebsergebnis" in Erfahrung bringen. Uns interessiert bei dieser Kennzahl nur, wie profitabel das Unternehmen in seinem Kerngeschäft ist.

 

Und: Je nach Land bzw. Region werden unterschiedlich hohe Steuern fällig. Somit dient die Kennzahl auch zum Vergleich von Unternehmen verschiedener Länder.


VOR Zinsen und Steuern

Zusammengefasst:

  • Steuerzahlungen bleiben unberücksichtigt, da wir im Detail wissen wollen, was der Bär durch den Verkauf seiner Produkte verdient hat.
  • Zinszahlungen bleiben unberücksichtigt, da wir bei dieser Kennzahl einen Blick auf die Profitabilität des operativen Geschäfts (Kerngeschäfts) werfen wollen. An anderer Stelle interessiert uns selbstverständlich, wie viele Zinsen der Bär für z.B. Kredite abdrücken muss, hier jedoch nicht.
  • Ted kann auch Zinseinnahmen erhalten, wenn er seine Kohle angelegt hat diese Einnahmen bleiben auch unberücksichtigt, da sie ja nicht direkt etwas mit dem Verkauf seiner Produkte zu tun haben.
  • EBIT = operatives Betriebsergebnis

Bildquelle: ariva.de

EBIT Microsoft

Hier ein Beispiel von Microsoft (keine Kaufempfehlung). Denk wie immer daran, dass die Währungen bei einem Vergleich von verschiedenen Unternehmen übereinstimmen müssen. Wie du siehst, wird hier das EBIT in USD angegeben. Was tatsächlich nach Steuerzahlungen übriggeblieben ist, siehst du in der Grafik beim "Jahresüberschuss".


EBIT-Marge

EBIT-Marge

Am Beispiel von Apple und Microsoft wollen wir dir die EBIT-Marge erklären. "Wieviel Gewinn wurde vom Umsatz erwirtschaftet ohne Berücksichtigung von Steuern und Zinsen?" "Wie groß ist die Marge bzw. Preisspanne?"

 

Möchtest du in eins von beiden Unternehmen investieren, so kann das reine EBIT nicht als Vergleichsmaßstab dienen. Apple mag größer als Microsoft sein, allerdings bedeutet diese Aussage nicht zwangsläufig, dass es mit einem höheren EBIT auch automatisch besser gewirtschaftet hat.

 

Hierfür benötigen wir die "EBIT-Marge". Wir setzen den Umsatz des jeweiligen Unternehmens ins Verhältnis zum EBIT.

 

Rechnung: (EBIT / Umsatz) * 100 = x% EBIT-Marge


Apple vs. Microsoft

Die Daten von Microsoft haben wir ja bereits in der ersten Grafik veröffentlicht, nun zu Apple:

Bildquelle: ariva.de

EBIT Apple

"Mist,... Mathe?!? Euer Ernst?!"

EBIT-Marge berechnen

Ja Toro das ist unser Ernst, allerdings ist das Niveau sehr einfach, versprochen.

 

Dann wollen wir mal rechen (2016):

 

EBIT-Marge von Apple:

  • (EBIT / Umsatz) * 100 = EBIT-Marge
  • (60,02 / 215,64) * 100 = 27,83% EBIT-Marge

EBIT-Marge von Microsoft:

  • (20,18 / 85,32) * 100 = 23,65% EBIT-Marge

Gut, in Bezug auf diese Kennzahl ist Apple einerseits größer und verfügt andererseits auch über eine höhere EBIT-Marge. Das ist jetzt natürlich bei Weitem noch kein Kaufargument (oder eine Empfehlung unsererseits).

 

Wie immer gilt: Wir betrachten längere Zeiträume und berücksichtigen mehrere Kennzahlen zur Analyse. :) Du solltest selbstverständlich auch die Lektionen zum Verschuldungsgrad etc. lesen (Eigenkapitalquote usw.). Auch wenn Microsoft und Apple nicht aus verschiedenen Ländern stammen, kann man selbstverständlich trotzdem die EBIT-Marge berechnen wenn man mag.


EBT und EBITDA

Wir können "Buchstaben" zum EBIT hinzufügen oder weglassen möchtest du zu diesen Kennzahlen mehr wissen?


Dividendenrendite

Dividendenrendite und Ausschüttungsquote

 

Ted & Toro haben sich einen fetten Braten gegönnt, trotzdem teilt der Bär sehr ungerne. Wie hoch die Dividende zum aktuellen Kurs ist, erfährst du über die Dividendenrendite. Wieviel Gewinn wiederum ein Unternehmen mit dir teilt, kannst du über die Ausschüttungsquote berechnen. Hoffentlich mehr, als der Bär!



Hast du bereits ein Aktiendepot? Wenn nicht, kannst du dich hier informieren: Depoteröffnung (seiteninterner Link)