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Laras Erfahrungen beim Daytrading


Erfahrungen beim Daytrading

Inhalt

  • Warum hat sich Lara aufs Daytrading eingelassen?
  • Was ist Daytrading überhaupt?
  • Seriös klingende Trading-Regeln
  • Unseriöse Werbung und Abzocke von Trading-Anfängern
  • Lara: "Trading – ein Jahr meines Lebens verschwendet!"
  • Laras Trading-Broker und seine Liebe zum Kunden
  • Eigenverantwortung beim Traden und weiterführende Links

Laras einjähriger Kunst-Kurs "Digital-Art":

Trading

Falls du Lara noch nicht kennst: Sie leitet momentan ganz allgemein unseren Blog und das "Therapie-Seminar für gestresste Anleger". Das übergeordnete Ziel dieses Seminars soll sein, dass Ted & Toro ihr Verhalten gemeinsam überdenken, da es in der Vergangenheit immer wieder zu (körperlichen) Auseinandersetzungen zwischen den Jungs kam, insbesondere vom Bären ausgehend.

 

An dieser Stelle möchte die Füchsin allerdings auf ihren einjährigen Selbsttest beim Daytrading eingehen und euch ihre Erfahrungen mitteilen, auch was das Zeichnen bzw. Rumschmieren in Charts für sie rückwirkend bedeutet.


Warum Daytrading?

"Ich lese und höre es immer wieder, dass insbesondere blutjunge Anfänger viel lieber mit dem Daytrading als mit dem langfristigen Investieren beginnen wollen. Klingt menschlich und ist auch absolut nachvollziehbar. Klar, nichts ist langweiliger als die Aussage, einfach Aktien grundsolider Konzerne zu kaufen und bis in alle Ewigkeit liegen zu lassen (jedoch sollten auch für diese `Strategie´ gewisse Kompetenzen vorhanden sein).

 

Das schnelle Geld winkt dir nicht zu, wenn du keine hohen Risiken beim kurzfristigen Handeln eingehen möchtest. Aber: Das GROßE Geld winkt dir nach Jahren und Jahrzehnten wohl eher beim `langweiligen´ und langfristig orientierten Investieren zu. Warum das meiner Meinung nach so ist, möchte ich dir gleich erklären. Auch wenn die Statistik dagegen spricht, so behaupten unzählige Personen, dass das Daytrading durchaus funktioniert, wenn man sich gewisse Kompetenzen aneignet. Nun, welche Kompetenzen das sein sollen, schauen wir uns natürlich gemeinsam noch an.

 

Schon vor meinen Daytrading-Erfahrungen besaß ich ein recht gut befülltes Aktiendepot, sodass ich schon viele Erfahrungen an und mit der Börse sammeln konnte. Dieses Depot ist ganz klassisch für `später´ angelegt und wird nicht angerührt, sprich: Es findet hier kein `Hin und Her´ statt, die Aktien bleiben liegen (solange es die Daten zulassen)."


Was ist Daytrading?

"Kurz und knapp: Bei dieser Variante des Handelns versucht der Trader bereits sehr kleine und geringe Kursschwankungen für sich zu nutzen. Innerhalb kürzester Zeit werden beispielsweise irgendwelche Wertpapiere gekauft und während des Handelstages wieder abgestoßen bzw. verkauft.

 

Ich selbst habe mich an das Daytrading im Forexmarkt gewagt, sprich auf Schwankungen zwischen dem Währungspaar Euro/US-Dollar `gewettet´. Hier spricht man auch vom sogenannten `Scalping´. Konzentrieren wir uns aber eher auf die Kompetenzen, die ein Daytrader besitzen sollte. Langfristig scheitern laut Statistik ca. 97% am Daytrading und verlieren ihre Kohle. Also, wie schafft man es, zur Randgruppe der 3% zu gehören und warum rasten so viele Trading-Anhänger trotz der nicht widerlegbaren Statistiken aus, sobald sich ein Finanzblogger kritisch dazu äußert?"


Seriös klingende Trading-Regeln

"Ich bin damals vor allem auf die sehr seriös klingenden Aussagen aufmerksam geworden und dachte, dass ich diese gut managen kann, zumal ich ja schon einige Erfahrungen an und mit der Börse gesammelt hatte. Diese Regeln werden gebetsmühlenartig von sowohl seriösen als auch höchst unseriösen Tradern auf dich niederprasseln:

  • Lerne wirtschaftliche Zusammenhänge kennen und die Auswirkungen auf die Börse.
  • Entwickel eine Tradingstrategie die zu dir passt und setze diese diszipliniert um.
  • Nutze ein gutes `Risk and Money Management´ (wieviel % meines Gesamtkapitals nutze ich für die Wette, wo steige ich ein, in welchem Fall steige ich aus etc.)
  • Lerne, die Charts richtig zu analysieren.
  • Lerne, die von dir genutzten Analysetools und den Markt richtig zu interpretieren
  • Lass dich nicht von Gefühlen wie Angst und Gier leiten etc. etc. etc

Das größte Problem sehe ich heute bei der letzten Aussage. Wer auf Werbung reinfällt, die offen die Gier anspricht, hat meistens schon alles verloren. Wer mit solcher Werbung lockt, ist meiner Meinung nach direkt in die unseriöse Ecke zu stellen. Hier liegt auch der Widerspruch: Viele selbsternannte `Trading-Profis´ locken Anfänger über das Aktivieren niedrigster Gefühle in ihre Falle. Nun hocken in dieser Falle viele von Emotionen getriebene Persönlichkeiten. Das Ganze nimmt nun therapeutische Züge an, da der `Trading-Profi´ nun die einfachste und allgemeingültigste Regel aus seinem Hut zaubert: `Du schaffst das, wenn du deine Gefühle im Griff hast´. Meine Erfahrung ist, dass genau diese `gefühlslosen Menschen´ auch oft gepflegt ausrasten, wenn sich jemand zum Daytrading kritisch äußert.


Abzocke von Trading-Anfängern

"Lara, ich penne fast ein, lass mich mal ran!"

Oje, jetzt wird es dank des pelzigen Borstenteppichs möglicherweise wieder etwas ungemütlich, schauen wir mal...


Ted zu unseriösen `Trading-Profis´ und ihrer Werbung...:

Trading Profi
  • "Mir persönlich gehen diese Leute auf den pelzigen Sack, die wie die Ratten aus ihren Löchern kommen, sobald jemand allgemein das Trading mithilfe der Chartanalyse kritisch hinterfragt und seine Argumente wissenschaftlich untermauert! Nehmen wir an, dass das Trading und das Vorhersagen der Zukunft eine Glaubensfrage ist, ja dann erscheint es logisch, dass viele sauer werden, da man ihren Glauben hinterfragt. Bei religiösen Inhalten und Sportwetten reagieren viele Leute ähnlich aggressiv!"
  • "`Mimimi, diese Trading-Verkäufer sind so einsam hinter ihren Rechnern, deshalb verkaufen sie teure Programme, weil sie Kontakt zu Mitmenschen suchen.´ So einen Quatsch lese ich immer wieder als Antwort auf die Frage, warum sie nicht alleine und im stillen Kämmerlein Milliardäre werden und stattdessen teure Ausbildungsprogramme und Video-Seminare etc. anbieten!"
  • "Noch etwas zum Thema `Einsamkeit´: Ohne Familie? Ohne Freunde? Ohne Partner? Ohne Kinder? Ohne Haustiere? Nicht einmal einen Wellensittich, dem du das alles erzählen kannst? Traurig... Oder bist du so selbstlos und verkaufst deshalb armen Mitmenschen dein enormes `Fachwissen´?
  • Vielleicht hätten diese `Trading-Profis´ besser auf Lehramt studiert, bei so viel pädagogisch-didaktischem Können und diesem außergewöhnlichen Maß an Empathie für Anfänger?! Über die herausragenden psychologischen Kompetenzen will ich an dieser Stelle gar nicht erst reden!"
  • "Du hast ´ne Strategie die funktioniert? Warum teilst du sie der Öffentlichkeit mit? Völlig bescheuert? Ach ja, ich vergaß, du bist ja sooo selbstlos und die Mutter Teresa der Finanzstrategien..."
  • "Zieh dir ein Jacket über, steck ein von Mutti frisch gebügeltes Hemdchen in die Hose, rasier dich ordentlich, mach ein Foto vor Papas Benz und erzähl, dass du seit 20 Jahren aktiver Superbörsianer bist. Der beste Start für eine neue und besonders teure Video-Reihe! Und hier noch ein eigener Chart:"

Teds langfristiger Chart von vielen Tradern

Trading Verlust

"Locker bleiben!"

"Ted, bleib mal ruhig und lass Lara weiter von ihren Erfahrungen berichten, das interessiert mich. Außerdem kann es doch nicht sein, dass du das aggressive Verhalten einiger Leute kritisierst und selber wieder völlig ausrastest. 

 

So etwas nennt man auch `Spalten´ und ich glaube, dass es Lara gar nicht darum geht! Außerdem sind nicht alle unseriös!"


"Das stimmt, danke Toro..."

Trading für Anfänger

"Das kurzfristige Wetten und Trading sowie die Chartanalyse möchte ich nicht generell als unseriös bezeichnen. Es wäre anmaßend, hier ein Urteil über jedermann zu fällen. Aber eines ist der Rubrik Abzocke 100%ig zuzuordnen: Sollte irgendjemand deine Gier offen oder `hintenrum´ ansprechen, indem er dir Geldscheine, dicke Karren, Luxusuhren und/oder einen `BlingBling-Lifestyle´ präsentiert, so wird hier meistens eine Falle für dich gelegt, mehr nicht!

 

Natürlich gibt es auch unseriöse `Investoren´, die dir Bücher mit dem Titel `Schnell Millionär werden mit der Strategie von Warren Buffett´ (oder so ähnlich) verkaufen wollen. Seriosität ist nicht zwangläufig eine Frage der vermittelten Strategie."


"Trotzdem hat der Pelzige nicht ganz unrecht...:"

"Manchmal nimmt die ganze Trading-Geschichte therapeutische Züge an, da sich viele Trading-Profis oft als Westentaschen-Psychologen entpuppen und die oben thematisierten Aussagen gebetsmühlenartig auf dich einprasseln lassen. Zusammengefasst: Gierige Menschen werden angelockt um ihnen dann u.a. zu erzählen, dass man Gefühle im Griff haben muss, um am `einarmigen Banditen´ überleben zu können. Du bist ja schließlich auf dem Weg zur Gewinnergruppe (3%).

 

Ich selbst habe damals viele viele Bücher und Videoseminare durchgeackert, auch von in dieser Szene bekannten `Profis´. Oft verkaufen einem diese Menschen eigens entwickelte und neue (geheime) Strategien, mit denen man nur gewinnen kann, selbstverständlich gegen satte Bezahlung (meistens hunderte oder sogar tausende Euro) und unter Berücksichtigung der Umsetzung der genannten Regeln. Glücklicherweise habe ich hier keine Kohle verprasst (außer für Bücher), da nicht alle dieses Vermarktungsprinzip verfolgen.

 

Und dann gibts noch einige Trader, welche dir `kostenlose Programme´ anbieten. Oft versteckt sich dahinter jedoch eine Partnerschaft mit diversen Brokern, bei denen du dich anmelden musst, damit diese `kostenlosen Inhalte´ für dich sichtbar werden. Dass hier wahrscheinlich satte Provisionen zwischen den Parteien über den Tresen gehen, muss ich nicht näher erläutern."

 

("Ob der Hinweis auf ein kostenloses Programm unseriös ist, wenn gleichzeitig tausende von Euro (hintenrum) an Provisionen fließen, musst du tatsächlich selbst beurteilen, ich kann und will es nicht.")


Trading – ein Jahr meines Lebens verschwendet

Trading Seminar

"Ich besaß damals die Arroganz zu glauben, dass ich als `studierte Füchsin´ all die seriösen Trading-Regeln (s.o.) gut umsetzen kann, doch ich schätzte den Punkt der Zukunftsprognose völlig falsch ein, dabei war ich keine Füchsin, die an Horoskope oder Tarot-Karten glaubte.

 

Manch einer mag direkt sagen, dass ein Jahr viel zu wenig Zeit ist, um ein wirklich guter Trader zu werden. Da solche Aussagen viel zu pauschal sind, möchte ich darauf nicht weiter eingehen, zumal ich am Aktienmarkt schon jahrelang Erfahrungen gesammelt hatte und nebenbei ein großes Depot für `später´ besaß (und noch besitze).

 

Also, ich las viel, probierte viel aus, meldete mich bei einem als seriös bekannten Broker an und tradete ein Jahr lang Devisen. Konkret: Ich wettete auf Kursschwankungen beim Währungspaar Euro/US-Dollar, verfolgte Echtzeitnachrichten und die Auswirkungen auf den Chart etc. Hinzu kamen unzählige Tage und Stunden, die ich dieser `Wissenschaft´ widmete und Analyseinstrumente kennenlernte und anwendete, bis ich letztendlich eine zu mir passende Strategie gefunden hatte, bei der ich mich wohlfühlte. Man kann auch sagen: Ich habe sehr viel Zeit damit verbracht, in Charts rumzuschmieren, um zukünftige Kursverläufe zu prognostizieren. Später kannst du dich zur `Technischen Analyse´ in einem separaten Artikel von Ted & Toro noch schlau lesen.

 

Ich weiß, dass es den Herdentrieb gibt und Massen die Kurse bewegen können. Es kann zu völligen Übertreibungen in alle Richtungen kommen. Ein guter Trader nutzt diesen Herdentrieb ebenfalls aus, um satte Gewinne einstreichen zu können, zumindest wurde mir das immer gesagt. Ja, es passierte auch immer wieder etwas an bestimmten Stellen im Chart und in Abhängigkeit von der Nachrichtenlage, nur eines habe ich tatsächlich gelernt: Die Masse bewegt sich für den außenstehenden Betrachter oft chaotisch, wie ein Vogel- oder Fischschwarm.


Ein Physiker zum Trading

"Ein kluger Physiker erzählte mir neulich, dass der Richtungswechsel von Vogelschwärmen tatsächlich berechnet werden kann. Er äußerte sich aber auch nach dem Durchlesen eines kleinen Trading- und Chartanalysebuches sehr kritisch und verwies darauf, dass selbst hier Vorhersagen einerseits möglich seien, allerdings andererseits auch nicht zutreffen können, da sich nur eine kleine Variable (von Millionen) ändern muss, um ein völlig anderes Ergebnis zu erhalten. Hm, vielleicht auch ein interessanter Aspekt, warum die langfristige Glücksrittergruppe maximal 3% beträgt. Vielleicht ist das gar kein eigenes Verschulden (auf Grund des Verletzens einer `Trading-Regel´...).

 

Dieser Pyhsiker hat keinerlei Kenntnisse hinsichtlich des Tradings, ich wiederum schon und kann seinen Aussagen nur zustimmen. Sie klingen logisch, sind nachvollziehbar und decken sich zu 100% mit meinen aktuellen Ansichten. Hast du andere Erfahrungen gesammelt, so seien sie dir selbstverständlich gegönnt. Ich rede ausschließlich über mich und meine Perspektive. Eins gebe ich aber gerne zu: Es hat schon Spaß gemacht, sodass ca. 1200 Stunden in diesem Jahr zusammengekommen sind, die ich diesem neuen `Hobby´ widmete (an sich einen Großteil meiner Freizeit).

 

(Manch alter Trading-Hase mag über 1200 Stunden lachen, ich kann das rückwirkend als berufstätige Füchsin mit weiteren Verpflichtungen allerdings nicht! Willst du wirklich als Trader, dass Anfänger diesen Weg gehen? Klar, jeder muss das für sich selbst entscheiden...)

 

Wer gehört überhaupt zu diesem Vogelschwarm bzw. dieser `Masse´, welche die Kurse bewegt? Neben vielen privaten Tradern und Investoren tummeln sich hier insbesondere Big-Business-Player, die mit Finanztiteln in Größenmaßstäben handeln, die zu abstrakt für das Kleinanlegerhirn sind. Oft handelst du einfach nur gegen Computer-Programme, die auf gewisse Signale reagieren und aktiv werden. Und wenn es richtig gemein zur Sache geht, dann hast du dich beim falschen Broker angemeldet, der direkt gegen DICH wettet, indem er selbst die Kurse bestimmen kann und gleichzeitig auch noch deine Kauf- und Verkaufsgebühren einkassiert."


Fazit nach einem Jahr

"Nach einem Jahr musste ich einsehen, dass dieser Weg kein finanzielles Mehr für mich bieten konnte. Ja, ich war sogar emotional kühl, ja, ich kann und konnte wirtschaftliche Zusammenhänge meistens nachvollziehen und ja, ich habe mir viele Analyseinstrumente angeeignet und diese nach allen seriös klingenden Regeln umgesetzt.

 

Das Ergebnis nach einem Jahr war tatsächlich +/- Null. Langweilig, oder? Somit könnte ich meine ganze Erfahrung in einem Satz zusammenfassen: Für MICH hat es rückwirkend keine größere Bedeutung gehabt als eine reine 50:50-Wette. Oder: Ich konnte die Zukunft leider doch nicht `langfristig´ voraussagen, auch wenn es natürlich `Glückssträhnen´ gab. Ich glaube sogar, dass ich mit diesem Ergebnis zu den `guten´ 3% gehörte, da ich nicht wirklich Kohle verloren hatte.

 

Am Rande: Damals setzte ich mir ein Limit über 2000 Euro, welches ich nach und nach auf das Konto des Trading-Brokers überwies. Mir war vorher klar, dass ich möglicherweise alles verlieren werde."


Mein Trading-Broker und seine Liebe zum Kunden

"Zum Abschluss muss ich sagen, dass ich noch nie so viel Kundenliebe erlebt habe, wie bei meinem damaligen Trading-Broker. Vorweg: Je mehr ich auf mein Trading-Konto überwiesen hatte, desto qualitativ hochwertigere Analysetools wurden für mich freigeschaltet, damit ich die Zukunft noch treffsicherer voraussagen konnte. Aus der Brokerperspektive durchaus nachvollziehbar, denn so hätte ich viel mehr Geld vertraden können, was automatisch auch zu mehr Gebühren, sprich Einnahmen für ihn geführt hätte (ja, das ist eine steile These, beweisen kann ich das nicht...).

 

Zum Thema `Kundenliebe´: Ich war ein böser Kunde, da ich nach einem Jahr mein Trading-Konto kündigte. Doch bevor mir mein restliches Geld überwiesen wurde, bekam ich mehrere Mails und persönliche Anrufe, die alle auf ein Thema hinausliefen: `Wir schalten Ihnen die besten Glaskugeln bzw. Analysetools frei, ohne dass Sie mehr Geld überweisen müssen.´ Mensch, das war wirklich superlieb und total selbstlos. Nach mehrmaliger Verneinung bekam ich dann natürlich meine Kohle zurück, auch wenn es etwas länger dauerte. Also wer Lust auf Glaskugeln mit höherem Level hat, OHNE weiteres Geld überweisen zu müssen, sollte mal eine Kündigung einreichen." ;)


Eigenverantwortung beim Traden

"Ich konnte mir das Traden leisten und der Aspekt der Eigenverantwortung war mir damals auch schon bewusst. Somit habe ich nie die Schuld bei irgendwelchen Brokern oder der `bösen Börse´ gesucht, zumal ich nicht auf reißerische Werbung reingefallen bin, sondern selbstverantwortlich diesen Weg gewählt habe. 

 

Aber: Ich kann nur jedem zustimmen der behauptet, dass Trading insbesondere für Börsen-Dummies und Privatleute mit einem Beruf nichts ist, auch wenn dir viele Trading-Verkäufer versuchen, das Gegenteil zu beweisen, indem sie dir Strategien für Berufstätige andrehen wollen. Jeder wird abgegrast.

 

Das Traden war nicht mein Beruf. Es mag sein, dass jemand der schon früh morgens die globalen Nachrichten, Finanzmärkte und Charts im Blick hat, hier langfristig positiv abschneidet?! Ich weiß es einfach nicht und habe hier keine eigenen Erfahrungen gesammelt, um die es ja momentan geht. Klar könnte ich wissenschaftliche Arbeiten zitieren, die belegen, dass selbst professionelle Trader langfristig eher schlecht abschneiden, aber das ist nicht mein Anliegen und wurde bereits von vielen anderen thematisiert (s.u.)."


"Aktienrebell" (weiterführender Link für die ganz Interessierten)

"Wer gerne etwas zu Studien diesbezüglich und weitere Gründe wissen möchte, warum das Daytrading für viele keinen Mehrwert bietet, kann sich gerne hier schlau lesen: Aktienrebell. Der Autor thematisiert u.a. folgende Punkte:

  • `Wie erfolgreich sind Trader wirklich?´ (drei Studien)
  •  `Die Erfolgsillusion der Trading-Experten´
  • `Du opferst etwas wertvolleres als Geld´ (Es geht um Zeit, hier kann ich zu 100% zustimmen.)

Langfristiges Investieren ist und bleibt das meiner Meinung nach einzig wahre Mittel für normalsterbliche Privatinvestoren. Diese Aussage basiert auf meinen eigenen Erfahrungen. Mir ist natürlich bewusst, dass das Leben generell nicht nur aus der eigenen Perspektive besteht, deshalb der allgemeingültige Grundsatz: Leben und leben lassen. Ein ganz anderes Thema ist übrigens die Aussage `mir macht das einfach Spaß mit Spielgeld zu Traden, zudem bin ich mir aller Risiken bewusst...´ Liebe Grüße, Lara."


"Lara, sollen wir jetzt noch alle Händchenhalten?"

"Sehr schöne und relativierende Worte, Lara! Gleich setz ich grünen Tee auf, stelle Stühle im Kreis zusammen und hole meine Akustikgitarre raus! Hauptsache ist doch, dass wir uns alle total lieb haben! Trotzdem fasse ich mal diesen `Roman´ von dir kurz und knapp zusammen: Daytrading ist scheiße!

 

Wer Probleme mit dieser Aussage hat, lässt Lara in Ruhe und wendet sich an mich, damit das von vornherein klar ist! In diesem Sinne: Haut rein, euer Ted!"


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