Aktienboss


Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV)

Inhalt

  • Cashflow was ist das?
  • Cashflow je Aktie am Beispiel von Daimler.
  • Berechnung vom Kurs-Cashflow-Verhältnis (KGV)

"Hang Loose, Baby..."

Kurs-Cashflow-Verhältnis

So gut gestimmt sehen wir unseren pelzigen Knuffel-Kumpanen eher selten. Mit sich selbst im Reinen hat er den positiven Flow auf der Welle. Dabei hatte Toro erst vor ein paar Sekunden einen heftigen "Wipe Out" und lümmelt um Hilfe bittend zwischen den Wellen rum; wir hoffen, dass das relaxte Lächeln von Ted nicht einfach nur auf den Sturz vom Bullen zurückzuführen ist...

 

Selbst wenn du mit Surfen nichts am Hut hast, solltest du dich ebenfalls auf die Suche nach einem positiven Flow begeben - in deinem Fall und allgemein für Aktienbosse sprechen wir besser vom "positiven Cashflow", zu Deutsch: "positiver Geldfluss".


Cashflow

Oder: "Wie viel Kohle ist tatsächlich im Geschäftsjahr in die Kasse geflossen? Ist das Unternehmen finanzkräftig?" Was es nun damit wieder auf sich hat, werden wir dir mithilfe von "dicken Karren" verdeutlichen.


Hustling, Daimler und Rolex Baby!  (mit einer 5%igen Eigenkapitalquote)

Cashflow

Typisch Toro: Gerade mal zwei Daimler-Aktien, eine geliehene Karre und Uhr sowie ein weiteres Wertpapier von Coca Cola, aber einen auf dicken Investor machen!

 

Nehmen wir an, dass du Daimler-Aktien analysiert hast. Nicht nur bei Autobauern kann es vorkommen, dass diese hohe Gewinne erzielt und im Geschäftsbericht ausgewiesen haben. Wenn du dich allerdings fragst, wie einige deiner Bekannten ihre dicken Karren finanzieren, so wird dir auffallen, dass ´ne Menge geleaste und hochverschuldete Autos dabei sind.
Das bedeutet, dass Daimler zwar Autos verkauft hat und diese Verkäufe als Gewinne deklariert, jedoch die Kohle noch nicht zwangsläufig besitzt. Also: Ein Unternehmen kann einerseits "Gewinne" gemacht haben, aber das ganze Geld muss noch nicht im Unternehmensbesitz sein, da die Leute erst nach und nach ihre Schulen abbezahlen.


Beim Cashflow allerdings wird nur die Kohle berücksichtigt, die dem Unternehmen tatsächlich im betrachteten Zeitraum zugeflossen ist. Oder anders: "Wie viel Kohle ist dem Unternehmen zugeflossen und wie viel ist dem Unternehmen abgeflossen?" Wenn am Ende ein positives Ergebnis beim Cashflow rauskommt, sind wir schneller glücklich, als umgekehrt – wir haben den "positiven Cashflow" gefunden.

 

Achtung: Durch z.B. Verkäufe von Maschinen (= Desinvestitionen) erhöht sich auch der Cashflow, da Kohle reingekommen ist. Hier musst du überprüfen, ob du diese Desinvestitionen für sinnvoll hältst.


Cashflow je Aktie

Wie immer wird der gesamte Cashflow durch die Anzahl der Aktien geteilt, sodass wir den "Cashflow je Aktie" erhalten. Du wirst mal wieder auf diversen Finanzseiten oder bei deiner Online-Bank fündig.

Bildquelle: comdirect.de

Wenn irgendwo so ein [e] auftaucht, dann bedeutet das nichts anderes als "estimate" = Schätzung. Es handelt sich also nicht um ein tatsächliches Ergebnis. Irgendein Analyst gibt hier einen möglichen, zukünftigen Wert an, den er berechnet hat. Uns interessiert hier der reale "Cashflow je Aktie" aus dem Jahr 2016.

 

Die Grafik bezieht sich ohne Kaufempfehlung tatsächlich auf die Daimler-Aktien.


Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV)

Rechnung:

  • aktueller Aktienkurs / Cashflow je Aktie = KCV

Beim brancheninternen Unternehmensvergleich ist auch hier ohne Berücksichtigung weiterer Kennzahlen ein niedrigeres KCV zu bevorzugen.

 

Zusammengefasst: Diese Kennzahl gibt an, wie viel Kohle die Aktiengesellschaft tatsächlich in ihren Tresoren liegen hat (im Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs). Diese zur freien Verfügung stehenden Mittel sagen also auch etwas über die momentane Finanzkraft aus. Ergänzend können mit dieser Kohle Kredite zurückgezahlt und Dividenden an die Aktionäre ausgeschüttet werden.


Abschließend noch der Surfer Gruß: "Hang Loose, Dude..."

Cashflow

EBIT

EBIT earnings before interest and taxes

Die Taschen voller Geld, zumindest bis das Finanzamt einen Blick in Teds Koffer werfen möchte. Trotzdem: Der Flohteppich hat gut gewirtschaftet und seine Produkte an den Mann/die Frau gebracht. Mit dem EBIT berücksichtigen wir Steuer- und Zinszahlungen nicht. Die EBIT-Marge gibts von uns oben drauf.