Aktien für Dummies


Risiken von Aktien

Inhalt

  • Das magische Dreieck Spannungsverhältnis zwischen Rendite, Sicherheit und Liquidität.
  • Verschiedenen Risikoklassen von Anlageprodukten Aktien gehören zu den sogenannten "Risikopapieren".
  • Systematische und unsystematische Risiken + Diversifikation.

"Ho! Bi ner stieven Brrise und ner Buddel voll Rrum ik bün hum quietworden mien Schattkist in Bermuda!"

Risiken von Aktien

Wer von euch kann das übersetzen?


Das magische Dreieck

oder "Teds Schatzkarte":

Rendite, Sicherheit und Liquidität. Punkt. Wenn du eine Anlageklasse entdeckst, die alle drei Aspekte gleichermaßen positiv erfüllt, schreib uns! Aber was bedeutet das überhaupt?

Das Magische Dreieck

Der Bär hat seine Schatzkiste anscheinend in der Nähe des sicheren Festlandes auf Grund gesetzt, tja. Die höchste Rendite erwartet uns laut Schatzkarte inmitten des Ozeans, allerdings besteht hier natürlich auch das größte Risiko abzusaufen.


Rendite

Rendite

Die Rendite ist übrigens nicht einfach mit "Gewinn" gleichzusetzen, sondern muss mit dem eingesetzten Kapital ins Verhältnis gebracht werden:

 

  • 10.000 Euro investiert, 500 Euro Gewinn = 5% Rendite
  •  1 Euro investiert, 10 Cent Gewinn = 10% Rendite

 

Ergänzend dient sie zum Vergleich zwischen verschiedenen Anlageklassen oder Aktien/Fonds etc.


Liquidität

Wie schnell ein bestimmtes Gut verfügbar ist, wird mit der Liquidität umschrieben. Du kannst dich beispielsweise fragen:

 

"Wie schnell kann ich meine Aktien gegen etwas anderes (in diesem Fall Geld) wieder tauschen?"


Rendite, Sicherheit und Liquidität

Auch in der Realität besteht ein Spannungsverhältnis zwischen den Begriffen. Möchtest du mehr Rendite, so musst du ein höheres Risiko hinnehmen. Möchtest du höchste Liquidität, sprich direkte Verfügbarkeit, und diese auch noch mit kaum Risiko, so musst du auf eine höhere Rendite verzichten.

 

Anbei: "Rendite kommt von Risiko" den Spruch kennste, oder?

 

Bargeld beispielsweise gehört zu den sicheren "Anlageklassen", es ist sofort verfügbar (liquide), es unterliegt keinen Schwankungen (im Vergleich zum Aktienmarkt), dafür erzielst du mit ihm keine Rendite bzw. Erträge.


Beispiel

"Und ich sagte noch: Schatz, die werden uns im ungünstigsten Moment als Beispiel missbrauchen!"

Deine Geschäftsidee ->  Edle Bildbände über das Paarungsverhalten tibetischer Bergkaninchen vermarkten. Leider fehlt dir die Kohle.

 

Wer dir Geld leiht, geht ein sehr großes Risiko ein (da du schnell in die Pleite rutschen kannst). Du müsstest schon sehr viele Zinsen anbieten, damit ein verrückter Investor auf die Idee kommt, dir sein Geld zu leihen, das er es ja auch woanders anlegen könnte. Ein Investor verzichtet für einen bestimmten Zeitraum auf sein Kapital, da er sich später höhere Erträge als eine Art Entschädigung für diesen Verzicht erhofft.

 

So verhält sich das auch bei Aktien: Du bindest deine Kohle und gehst das Risiko von Kursschwankungen ein. Das wiederum solltest du auch nur bei Unternehmen tun, die langfristig solide wirtschaften und dir wahrscheinlich höhere Erträge bescheren. Wie du solche Unternehmen finden kannst, wird in der Aktienboss-Rubrik thematisiert.


Risikoklassen

Es gibt verschiedene Risikoklassen, denen man bestimmte Produkte zuordnen kann. Die 1. Risikoklasse wäre beispielsweise mit Fest- und Tagesgeld die sicherste Stufe. Nehmen wir ein 5-Stufen-Modell, so befinden sich Aktien und Aktienfonds in der 3. und 4. Risikoklasse und sind somit als "Risikopapiere" zu bezeichnen. Diese Risikoklassifizierungen sollen dem Anlagerschutz dienen. Hier möchten wir aus einem Buch zitieren:

  •  "Fragen Sie mal Daimler, BWM, BASF oder Bayer, ob sie das auch so sehen! Wer Coca-Cola Aktien hält, gilt als risikoaffiner Spekulant. Und wenn Ihr Festgeld nicht einmal so viele Zinsen abwirft, wie Ihnen durch die Inflation wieder genommen wird, wie riskant ist es dann wirklich, Ihr Geld so anzulegen?" (Aktien für Dummies - seiteninterner Link zur Buchrezension)

Marktpreisrisiko

"Aktien sind also Risikopapiere, da sie auch starken Preisschwankungen unterliegen?!" Stimmt!

 

Manch einer schätzt den Wert einer bestimmten Aktie als zu hoch ein, der nächste als zu gering. Einige müssen auf Grund privater Gründe ihre Aktien loswerden und dann gibts noch die ganzen Big-Business-Player, die mit Finanztiteln in Größenmaßstäben handeln, die zu abstrakt für das Klein- und Privatanlegerhirn sind. 

 

Durch dieses ganze Hin und Her schwanken natürlich die Aktienkurse. Entscheidest du dich heute, ein paar Aktien zu kaufen (warum auch immer), so heißt das nicht zwangsläufig, dass die Kurse automatisch von diesem Zeitpunkt an steigen werden logisch. Rein rechnerisch klappt das nicht, außerdem wären wir dann alle "Milliardäre". Das heißt: Du hast hier natürlich ein Risiko, dass deine Aktien auch weniger an Wert aufweisen, als du dafür bezahlt hast. Solltest du irgendwann mehrere Aktien oder Fondsanteile besitzen, so wird es 100%ig passieren, dass der Börsenkurs einiger Unternehmen abrauscht, die in schlechtes Fahrwasser geraten sind.

 

Alle Aktien unterliegen Kurs- bzw. Preisschwankungen und somit dem Marktpreisrisiko, auf dieses hast du keinen Einfluss!


Systematisches und unsystematisches Risiko

Man unterscheidet zwei übergeordnete Risikovarianten:

 

1. Systematische Risiken: Schwer zu beeinflussende Risiken, die vom "System" ausgehen. Rezession, politische Unruhen, Terroranschläge etc. können zu einem Börsencrash führen. In diesem Fall wollen die meisten Anleger ihre Aktien zum Teil panikartig loswerden. Die Kurse aller Aktientitel rauschen in den Keller.

 

Ein Faktor kommt dir allerdings meistens zugute: Die Zeit! Je länger du deine Aktien und Fondsanteile hältst, desto geringer wird die Wahrscheinlichkeit von Verlusten. Das gilt natürlich nicht automatisch für das Kaufen irgendwelcher Aktien!

 

2. Unsystematische Risiken: Auf Grund schlechter Unternehmensführung geht es der Aktiengesellschaft nicht gut, sodass der Kurs einbricht, da viele Anleger die Aktien schnell abstoßen wollen. Das wäre ein Beispiel für ein unsystematisches Risiko. Dieses Risiko kann durch Diversifikation so gut wie ausgeschlossen werden.


Diversifikation

Unter der Diversifikation versteht man u.a. die Verteilung von Risiken auf verschiedene Risikoträger. "Man legt nicht alle Eier in einen Korb". Man kauft nicht nur Aktien eines Unternehmens, sondern von mehreren. Ergänzend kann man sein Kapital auch auf andere Anlageklassen, wie z.B. Anleihen und/oder Sparbücher, verteilen.

 

Das Unternehmen in schlechtes Fahrwasser kommen können, ist für alle sofort nachvollziehbar und ebenfalls logisch. Nicht jeder Aktiengesellschaft kann es immer gut gehen! Konkurrenz, neue Produkte auf dem Markt, Skandale etc. sind für Aktienkurse oft stark belastend.


Unsystematische Risiken lassen sich verhindern

Desto mehr unterschiedliche Aktien, desto geringer das unsystematische Risiko.

Das unsystematische Risiko kann fast ganz ausgeschlossen werden. Es lässt sich sozusagen "wegdiversifizieren". Natürlich funktioniert das nicht, wenn du 10 Aktienpakete der "tollsten Autobauer der Welt" einkaufst.

 

Gute Diversifikation findet über verschiedene Branchen und Länder statt. Sehr gut umsetzbar mit Körbchen voller verschiedener Unternehmen, auch ETFs genannt. Anfängerfreundlich, ohne Unternehmensanalyse, versprochen!


Pennystock

Was sind Pennystocks?

 

Toro hat das Gemeinschaftskonto geplündert und von dem Geld hochriskante Pennystocks gekauft, nachdem ihm ein Pennystock-Promoter die Billig-Aktien im Cent-Bereich als die beste Investition seines Lebens verkauft hat. Daraufhin rastet der Pelzige aus, da das Geld wahrscheinlich weg ist! Vermeide solche Fehler!



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